Stalking

stalkingStalking („Beharrliche Verfolgung“)

= bewusstes und wiederholtes Verfolgen oder Belästigen
einer Person gegen ihren Willen

Beispiele für Stalking

  • verfolgen
  • vor dem Haus oder Arbeitsplatz auflauern
  • Telefonterror
  • überhäufen mit nicht gewollten Geschenken
  • verbreiten von falschen Gerüchten
  • verbreiten von Fotos im Internet
  • ununterbrochene Belästigung mit SMS, E-mails oder (Droh-)Briefen

Folgen für die Stalking Opfer

  • Sie führen ein Leben in Angst, fühlen sich ununterbrochen verfolgt und bedroht
  • Schlaflosigkeit
  • Depressionen
  • Panikattacken und schwere psychische Folgeerscheinungen
  • körperliche Beschwerden

Verhaltensempfehlungen für Opfer

Konsequenz: dem Täter/der Täterin nur einmal und unmissverständlich erklären, dass kein Kontakt mehr gewünscht ist
Transparenz: Das soziale Umfeld muss über die Belästigung in Kenntnis gesetzt und gebeten werden keine Informationen über den/die Betroffene/n herauszugeben
Dokumentation: Beweise sammeln (Briefe, SMS, Anrufe auf Mailbox etc.)

Anti-Stalking-Gesetz (seit 1.7.2006)

Das Anti-Stalking-Gesetz sieht zwei Möglichkeiten zum Schutz eines Stalking-Opfers vor:

Strafrechtlicher Schutz durch eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr. Dazu muss bei der Polizei eine Anzeige gegen den/die Stalker/in gemacht werden
Zivilrechtlicher Schutz durch eine einstweilige Verfügung, mit der dem/der Stalker/in die Kontaktaufnahme jeglicher Art, der Aufenthalt an bestimmten Orten und andere häufig gesetzte Stalking-Handlungen untersagt werden können. Die einstweilige Verfügung muss bei Gericht beantragt werden.